Hausnotruf hilft – auch bei unangenehmem „Besuch“ an der Haustür!

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Hausnotruf hilft – auch bei unangenehmem „Besuch“ an der Haustür!  
Helene Pauli ist 86. Seit 15 Jahren lebt sie allein in ihrem Haus und kommt dort gut zurecht. Die Bewältigung ihres Alltags ist nicht immer einfach, ihre Mobilität ist sehr eingeschränkt. Aber zum Glück hat sie für die beschwerlichen Tätigkeiten ihre Tochter Renate. Die wohnt nicht in demselben Ort wie ihre Mutter, kommt aber zweimal in der Woche und kümmert sich – darum, dass der Kühlschrank gefüllt ist, die Wäsche gewaschen wird, die nötigen Medikamente vorhanden sind und noch vieles andere mehr. Für das tägliche Mittagessen sorgt ein Dienstleister, der Frau Pauli warmes Essen ins Haus liefert. 
In der Zeit, in der Frau Pauli allein in ihrer Wohnung ist, bringt ein Hausnotrufsystem Komfort und Sicherheit. Wenn Frau Pauli einen Wunsch hat oder sich in einer Notsituation befindet, drückt sie auf ihren Sender und schon geht eine Meldung an die Notrufleitstelle. Dort melden sich Mitarbeiter, die an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr eingehende Notrufe beantworten. 
Dass solche Notfälle nicht nur im klassischen Sinn einen Sturz oder Unfall umfassen, konnte Frau Pauli vor einiger Zeit erfahren, als es an ihrer Haustür schellte: Als die Seniorin aus dem Fenster sah und eine ihr unbekannte Person vor ihrer Haustür wahrnahm, drückte sie auf ihren Sender.  Ein Mitarbeiter aus der Notrufleitstelle meldete sich und Frau Pauli erklärte, dass sie sehr unsicher sei, weil ein junger Mann vor ihrer Tür stünde, den sie nicht kennen würde. Sie bat darum, dass der Mitarbeiter aus der Notrufleitstelle über das Hausnotrufsystem die Situation mitverfolgen und notfalls die Polizei verständigen solle, falls Frau Pauli es für nötig erachten würde. 
Nachdem Frau Pauli die Tür geöffnet hatte, stellte sich sehr schnell heraus, dass der junge Mann ihr etwas verkaufen wollte und nach kurzer Zeit sehr aufdringlich wurde. Als der renitente Verkäufer registrierte, dass es quasi via Hausnotrufsystem Zeugen für seine nicht ganz seriösen Verkaufsmethoden gab, hatte er es plötzlich sehr eilig und verabschiedete sich von Frau Pauli. „Ich bin so froh, dass ich meinen Hausnotruf habe“, meinte die Seniorin später, als sich die Situation auch für sie wieder entspannt hatte. „Es gibt so viele Situationen, in denen man auf die Hilfe anderer Leute angewiesen ist, da denkt man zunächst gar nicht dran! Dass ich bei einem Sturz auf meinen Notruf-Knopf drücken kann, war mir ja immer bewusst, aber dass ich damit auch mal einen unangenehmen ‚Besucher’ in die Flucht schlagen würde, daran hätte ich früher nie gedacht!“
Was vielen zudem nicht bekannt ist: Das Hausnotrufsystem ist ein anerkanntes  Pflegehilfsmittel. Bei Pflegebedürftigkeit kann ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt werden und bei Antragsgenehmigung werden die Kosten für die Einrichtung des Hausnotrufsystems und die monatliche Miete direkt mit der Pflegekasse abgerechnet. Der Pflegeversicherte erhält das Hausnotrufsystem, ohne selbst etwas dafür zahlen zu müssen.
Aber auch Selbstzahler können – je nach Anbieter –  ein Hausnotrufsystem für eine monatliche Miete von € 18,36 und für eine einmalige Zahlung von € 10,49 bekommen.

Redaktion: VITAKT